Was wäre wenn?

Was wäre, wenn ich fünfzig Millionen hochliquide gebunkert hätte? Was würde das mit mir machen? Was mache ich damit? Willkommen in den seelischen Abgründen.

DBE-Koks-Nutten

Geld korrumpiert. Ich hasse Geld. Ich brauche Geld. Ich will eigentlich kein Geld. Aber ich brauche Geld, viel Geld. Ich sehne mich durchaus nach finanzieller Unabhängigkeit. Ich will Anzüge kaufen können, ohne rechnen und budgetieren zu müssen. Ich will verreisen, ohne jeden Franken mühsam absparen zu müssen. Ich will mein Umfeld immer zum Essen einladen, ohne einen Moment zögern zu müssen.

Was wäre wenn

Aber was wäre, wenn ich quasi unbegrenzte Mittel hätte? Was würde ich tun? Gewiss würde ich mir Anzüge massschneidern lassen. Ich würde mein Umfeld stets einladen und ich würde so viel und so gerne verreisen. Ich würde meinen virtuellen Kosmopolitismus, der schon seit Kindheit ausgeprägt ist, in einen realen aufwerten. Ich würde mir einen rassigen Mercedes-AMG GT leisten und als Mobility Gesellschaftler mich einkaufen. Ich würde mir ein schmuckes Boesch Boot am Zürisee platzieren. Ich würde alle wesentlichen Bars in Olten kapern.

Und mein Ego?

Und wie würde ich zwischenmenschlich werden? Das ist knifflig. Wäre ich plötzlich ein arrogantes Arschloch, das sein Umfeld nur noch verachtet? Würde ich dann mich zur beispiellosen Leistungselite küren? Und jeden Punk in Olten bespucken? Wie würde ich meine Frau behandeln? Wie würde sich aus auf meinen Selbstwert auswirken? Ich glaube, ich hoffe, ich wäre noch derselbe. Ich habe keine Absicht, mich zum Arschloch zurückzuentwickeln. Aber ich weiss, Geld verändert einen, verändert die Sicht auf die Dinge und so. Davor fürchte ich mich immer.

bd

Ich seiltanze zwischen bürgerlicher und antibürgerlicher Existenz. Mit diesem Blog versuche ich mein Gleichgewicht zu halten. Ich stamme vom Mittelland.

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