Die Komödie der Unabhängigkeit

Wir allen wollen unabhängig sein, Optionen offen haben. Doch dadurch können wir uns nicht verlieben. Ich fordere, dass wir die Illusion der Unabhängigkeit endlich aufgeben. Wenn man sich liebt, wieso solle man nicht zusammenziehen? Wieso muss man noch künstlich sich distanzieren? Wir müssen riskieren, wir müssen uns abhängig machen. Investieren. Weil sonst werden wir nichts gewinnen. Sonst vereinsamen wir, haben eventuell hier und da Sex, eine Affäre oder sonst was. Wir verlernen, glücklich zu sein.


One response to “Die Komödie der Unabhängigkeit”

  1. […] Ich kenne die nicht liebende Sexualität. Ich erinnere mich. Sie mag zwar gewisse Lust bereiten. Sie kann animalisch sein. Doch sie hinterlässt mich einsam und leer. Sie ist eine reine Triebbefriedigung. Sie ist kein Modell für die Zukunft. Sie verkümmert uns langfristig. Gewiss kann eine nicht liebende Sexualität in eine Affäre reifen. Aber dann liebt man, man investiert. Man macht sich abhängig. […]