Ohne Liebe kein Leben

Wir können das Leben nicht verstehen, ohne dass wir die Liebe verstehen. Doch Liebe ist ein Unglück. Sie ist vergänglich. Sie kann kurz und intensiv sein, sie kann sofort und ohne Ankündigung enden. Solange wir danach sehnen, sind wir zumindest lebendig. Aber sobald wir kapitulieren, verlieren wir alles. Wir werden Maschinen. Wir werden irgendwie funktionieren. Uns irgendwie abkämpfen und dabei erkalten.

Wir können uns mit tausend Sachen entschuldigen, wieso wir nicht lieben können. Weil wir Schmerzen haben, weil wir durch «andere Sorgen» abgelenkt sind. Weil wir arbeiten müssen. Weil wir Rasen mähen dürfen. Wir können vor Liebe flüchten, weil wir uns fürchten. Wir fürchten uns, dass wir abhängig werden. Dass wir verletzlich werden. Dass man mit uns spielt. Dass man uns etwas vormacht. Wir sind so skeptisch, durch Werbung, Film und Kultur korrumpiert, vermeintlich aufgeklärt, dass wir nicht einmal mehr der Liebe vertrauen.