Mein endlicher Backlog

Ich habe ein Kanban-System implementiert, das meine Tätigkeiten steuert. Quasi meinen Fluss kontrolliert. Damit ich immer genügend Dinge pendent habe, aber auch gleichzeitig genügend Dinge abarbeite und nicht mich verzettle. Darin sind wirkliche alle Aktivitäten protokolliert. Die internen meines Arbeitgebers sowie meine privaten. Meine Aktivitäten meiner Kunden verfolge ich in deren lokalen Systemen.

Irgendwas gesehen, aufgeschnappt oder gedacht? Ich strukturiere alles im Backlog. Ich sortiere den Backlog nach Priorität. Das ist eine diffuse Grösse, die ich nicht wirklich bemessen möchte. Man kann Priorität beispielsweise in business value sowie impact teilen. So beispielsweise ermittelt mein Arbeitgeber die Priorität aller Unternehmensaktivitäten. Ich bin hier persönlich sehr schlank organisiert.

Während meiner Zugfahren scrolle ich durch meinen Backlog. Die Aktivitäten sind typisiert. Private sowie berufliche sind hervorgehoben respektive abgetrennt. Ich erledige dann meine Aktivitäten seriell. Ich diszipliniere mich, nicht zu viele Aktivitäten gleichzeitig zu bearbeiten. Weil das verursacht hohe Wechselkosten. Denn man muss sich immer wieder hineindenken, hineinversetzen. Eine versteckte Verschwendung, die Geist und alles lähmt.

Manche Themen warten seit Monaten auf eine Erledigung. Wenn ich etwas nach mehreren Monaten immer noch nicht lösen konnte, archiviere diese Aktivität. Damit pflege ich meinen Backlog regelmässig. Ich aktualisiere ihn. Denn er wächst quasi stündlich. Gleichzeitig verschwinden stündlich Einträge. Sie wandern in einer seligen Zustand der Erledigung. Die Endlösung.

Mal schauen, was sich im Backlog noch staut.


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert