Ich und die Kolumnen

Vermutlich habe ich meine Kolumne verbockt. Ich habe vermutlich den Verleger provoziert. Sehr wahrscheinlich müsste ich mich entschuldigen. Ich weiss es nicht mehr. Kann durchaus passieren. Ich gefalle mir auch einigermassen darin. Daher bemühe ich mich nicht sonderlich. Ich will mich auch nicht beklagen.

Für fünf Minuten wollte ich mich auch für ein lokales Magazin bewerben. Danach habe ich erneut deren Webseite studiert und meine Texte verglichen. Ich glaube, das ist kein echter Match. Es wäre vielmehr eine Verlegenheitslösung. Ein Basler Magazin mit Fokus auf Frauenförderung und Alternativkultur würde mich kaum akzeptieren.

Ich habe mich bereits gewöhnt daran, für meine kleine Leserschaft unregelmässig hier etwas zu publizieren. Gewiss irrlichtert der Weitgeist gerade anderswo, gewiss sind andere Themen akuter oder präsenter als die Selbstoffenbarungen eines lustigen Kerls ausm Mittelland stammend. Ich möchte keine Relevanz mir attestieren.

Ich bin motiviert, hier gelegentlich zu trainieren. Ich probe bloss, ich spiele bloss. Ich will nichts, ich beabsichtige nichts. Ich versuche, nicht einzurosten. Ich will meinen Ausdruck schärfen, auch wenn Wortwahl und Geschichten sich stets wiederholen. Vermutlich, weil mein Leben relativ geordnet ist. 

Vermutlich muss ich eine weitere Figur ausm Universum der Unternehmensberater verballhornen oder verniedlichen. Ich denke hier insbesondere an Uwe, der andere Unternehmensberater. Eine andere Figur als Ueli. Ueli ist beinahe sympathisch, Ueli kann man mögen, weil Ueli tut alles mit besten Absichten.

Uwe hingegen ist gerissen, machthungrig, will seine Herkunft überwinden. Uwe würde sich niemals mit 500’000 CHF Jahreseinkommen begnügen. Uwe will keinen Camper. Uwe will impact & reach. Uwe will akzeptiert, anerkannt und gewürdigt werden. Uwe glaubt an nichts, ausser an sich selber. 

Seien wir gespannt, was Uwe so antreibt.


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