Erkrankt

Derzeit beklage ich eine kleine Erkältung. Eine sogenannte Männergrippe, die vermutlich schlimmste Krankheit, die grösste Geisel der Menschheit. Sie verursacht mehr Leiden als Aids. Wir sollten ihretwegen challenges viral verbreiten statt für irgendwelche unbedeutende und abstrakte Nervenstörungen, die niemand aussprechen oder verstehen kann.

Diese kleine Erkältung behindert meine allgemeine Produktivität. Ich bin dann einigermassen gelähmt-blockiert. Ich kann bloss im Bettchen hausen, warten, fristen, bis ich allmählich gesunde. Ich kann künstliche Vitamine konsumieren, die mir das Vitamininstitut Lausannes deutlich bestätigt. Ich kann Katzenvideos studieren, mich belämmern.

Verständlicherweise droht mir in solchen Situation eine sanft-leichte Depression. Mein Gemüt verdunkelt. Wo ich kürzlich noch himmelhoch jauchzte, bin ich fortan zu Tode betrübt. Das verzehrt Lebensenergie. Weil ich nach dieser Phase wieder aufrappeln muss. Ich muss wieder aufstehen, wieder die Welt erobern und erkunden.

Ich nutze diese Phase, um den grossen und weiten Backlog zu ordnen. Die issues sammeln sich; ich habe viel zu tun. Ich könnte mich zwar auch masslos betrinken und alles vergessen und sexuellen Eskapismus frönen, aber das würde meine issues bloss hinausschieben, nicht einmal vertagen; sondern bloss noch dramatisieren und jedwelche Frist verkürzen.


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