Der Weltgeist in Brüssel

Während ich schwitze, mich nach Italien zurücksehne und hier und da Beratungsgespräche führe, hat sich der Weltgeist in Brüssel offenbart.

DBE-Google-Brexit

Die Leitartikler deutschsprachiger Medien fluten bereits meinen feed. Heute ist jeder Publizist bemüht und betroffen, welcher der Weltgeschichte mächtig ist. Heute wird gross und klein kommentiert. R. im fernen Exil wird denn auch uns überraschen müssen. Es ist ein besonderer Tag. Es sind Momente der Entscheidung. Daher wissen wir, dass sich gewisse Muster bloss wiederholen. Ich zitiere:

Und endlich erscheint das letzte, verzweifelte Mittel der todkranken Nationalwirtschaften: die Autarkie oder mit welchen großen Worten man sonst dies Verhalten sterbender Tiere bezeichnet, die gegenseitige wirtschaftliche Abschliessung auf politischem Wege durch Kampfzölle, Einfuhrverbote, Boykott, Devisensperren und was man sonst noch erfunden hat oder erfinden wird, um den Zustand belagerter Festungen herzustellen, der schon fast einem wirklichen Kriege entspricht und eines Tages die militärisch stärkeren Mächte daran erinnern könnte, mit einem Hinweis auf Tanks und Bombengeschwader die Öffnung der Tore und die wirtschaftliche Kapitulation zu verlangen.

Ich interpretiere Brexit als eine Art Abschottung. Es siegen die Verzweifelten, Verängstigten. Solche Resultate könnten sich überall in der westlichen Hemisphäre zeigen. Weil wir alle die Zukunft fürchten. Allerdings korreliert die Zukunftsangst der schweigenden Mehrheit nicht mit den Rüstungsausgaben der jeweiligen Volkswirtschaften. Vermutlich noch nicht? Wie wird’s nun weitergehen mit der grossen Angst? Mit dem grossen Unbehagen?

Die USA werden Ende November antworten.


Eine Antwort zu «Der Weltgeist in Brüssel»

  1. […] in Basel suchte mit mir zu diskutieren. Seine Vision: eine grosse Weltregierung und eine Sprache. Brexit hatte ihn bestürzt. Ich konnte gut und gerne beipflichten. Schliesslich teile ich seine […]

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