Wieder ins Arbeitsleben

Ich muss mich wohl wieder ins Arbeitsleben integrieren. Derzeit habe ich keine Lust, ich würde am liebsten mich erneut verstecken und irgendwo verkriechen; ein wenig schreiben und schauen, was passiert. Aber auch ich muss schliesslich arbeiten, ein Doppelgängertum aufrechterhalten. Mein Leben funktioniert, weil ich hauptberuflich in eine komplett andere Rolle falle, dort wirble und agiere. Abends bin ich aber wieder schön untröstlich und unzufrieden.

Möglicherweise werde ich mich auch bald herausziehen, mich kurzweilig vom System distanzieren und meine Werke fokussieren. Die Schreibwerkstatt, eine Art Kommandozentrale und Historie aller Texte, die ich jemals verfasst habe, erhöhte meine Produktivität und gleichermassen meine Effektivität; ich kann nun automatisiert unterschiedliche Formate bewirtschaften und wahre den Überblick. Die Rechtschreibung müsste sich auch verbessern.

Nächste Woche beginnt wieder der normale Rhythmus; früh aufstehen, irgendwohin reisen, etwas labern, im Zug Bier trinken und schreiben, erschöpft um 20:00 Uhr ankommen und danach bald wieder schlafen. Am Wochenende waschen und Vitaminwasser-Vorrat auffüllen, ein wenig spazieren und Velo fahren. Es wird dann wieder so «geschichtslos», die Zeit werde ich kaum noch wahrnehmen, bewusst eine Veränderung empfinden. Einzig die Anzahl der Zeichen wird sich in den Projekten erhöhen. Immerhin.


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