Ich würde gerne in einem zusammengesetzten Zustand Geschichten meines Umfeldes erzählen. Natürlich würde ich sie überspitzen, teils verdrehen oder wenden, dass meine Beteiligung sich glücklich füge. Gewiss würde ich belehren und nett zusammenfassen oder ganz einfach die Welt erklären – und versichern, alles sei gut oder werde futuristisch gut.
Das würde ich mir wünschen. Und das verspricht auch irgendwie diese Plattform. Es ist zwar nicht immer heiter-flockig hier. Manchmal behandle ich die Ohnmacht, manchmal die Todessehnsucht, manchmal bloss die Selbstzerstörung. Doch meistens sind die Botschaften hier aufbauend-optimistisch. Sie enden mit der Möglichkeit einer Zukunft.
Ich verbleibe diesmal kryptisch. Ich überlasse der Leserschaft, wie sie meinen Zustand lesen können – glücklicherweise keine Hundertschaft. Tröstlich ist Gilbertos Sprechgesang. Ich werde ein Stück verlinken, das Sehnsucht ausdrückt. Ich könnte diese Schwere nicht leichter vermitteln. Ich kann Schweres nur schwer.
Dennoch will ich einen minimalen Optimismus nicht unterlassen. Die zentrale Frage: Warum ich? Weil ich kann. Ich will mich nicht unbedingt überhöhen. Aber. Tatsächlich kann ich klassische Schicksalsschläge weitaus besser überleben als andere. Nicht unbedingt verarbeiten oder daraus Lehren ziehen – aber immerhin überleben.
Das alleine kann trösten. Wohl darum ich, weil ich kann. Weil ich bereits gerüstet war. Nicht weil ich es verdient habe. Nicht einmal ich hätte sowas verdient.
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